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Der Weg nach Kerzers

Die Anfänge des hiesigen Spargelanbaus reichen bis ins Jahr 1890 zurück. Zu dieser Zeit entdeckte der bekannte Inser Maler Albert Anker dieses delikate Gemüse in Paris. Von Ankers Reiseberichten inspiriert, pflanzte der Lehrer und Kirchenmusiker Sarbach dieses neue Gemüse. Zu dieser Zeit lebte Sarbach mit seiner Frau in Gampelen, wo sie mit dem Spargel erste Erfahrungen sammelten.

Kurze Zeit später zügelte das Ehepaar Sarbach nach Kerzers und pflegte dort gute Bekanntschaft mit dem damaligen Pfarrer und „Dorfkönig“ von Kerzers Ulrich Schaffner. Durch die Einheirat in eine angesehene Bauernfamilie kam Pfarrer Schaffner in den Besitz eines grösseren Stücks Land auf dem Kreuzberg. Auf diesem fruchtbaren, sandigen und geeigneten Boden für die Spargelpflanzung, kultiverte Pfarrer Schaffner mit den Erfahrungen seines Kirchenmusikers die ersten Kerzerser Spargeln. Später wurde die Produktion im grossen Moos ausgedehnt.

Die meisten der geernteten Spargeln wurden an die örtlichen Gaststätten verkauft. Diese Delikatesse, wurde schnell zu einer bekannten kulinarischen Kerzerser-Spezialität. Einige Jahre später wurden durch die damalige Schweizerische Genossenschaft für Gemüsebau (SGG), welche als Pionier des Gemüseanbaues im grossen Moos galt, auch Bleichspargeln im grösseren Stil angebaut. Ca. zwei Jahrzehnte später begannen innovative Landwirte Spargelanbau zu betreiben.

Verfasser F. Moser, Kerzers
Quellen: Disertation J. Weber,
Kerzers – die Geschichte einer Dorfgemeinde (Pfr. F. Vollenweider)

 

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