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Spargeln in der Küche

Kann man Spargel einfrieren?
Spargel kann problemlos eingefroren werden. Schälen Sie ihn zunächst und frieren Sie ihn in Tüten verpackt portionsweise ein. Der Spargel darf auf keinen Fall gekocht oder blanchiert werden, da er dann seinen Geschmack verliert. Sie können sowohl weißen als auch grünen Spargel einfrieren. Wenn Sie den Spargel vor dem Einfrieren noch etwas trocken tupfen, dann können Sie die Stangen sogar bei Bedarf einzeln entnehmen.
Den gefrorenen Spargel später nicht auftauen lassen, sondern den gefrorenen Block ins kochende Wasser geben. Wenn es dann wieder kocht, benötigt der Spargel je nach Dicke 8-12 Minuten, bis er gar ist. Wenn Sie den Spargel vorher auftauchen lassen würden, läuft mit dem aufgetauten Wasser auch der ganze Geschmack in den Abfluss.
Sie sollen den Tiefkühlspargel spätestens nach 6 Monaten konsumieren.
Übrigens: Sie können aus gefrorenem Spargel auch gut eine Spargelcreme-Suppe machen. Dazu einfach etwas weniger Wasser zum Kochen bringen, den gefrorenen Spargel ins Wasser geben und wie gewohnt kochen. Entweder schneiden Sie die Spargelstangen jetzt mit einer guten Küchenschere klein oder sie pürieren ihn und erhalten eine schön cremig Sauce. Verfeinert mit Eigelb, Creme Fraiche und Sahne ein herrlicher Genuss.

Kann ich Spargel auch roh essen?
Ja, Spargel ist nicht giftig und schmeckt roh sogar besonders lecker. Allerdings empfiehlt es sich, nur die dünnen, zarten Stangen roh zu essen. Essen Sie nur das obere Drittel der dünnen Stangen, muss der Spargel nicht einmal geschält werden.
Natürlich können Sie auch den ganzen Spargel roh essen oder zu Salaten verarbeiten, je dicker die Stange, desto kräftiger schmeckt der Spargel allerdings - und für einige ist der Geschmack dann etwas zu herb.
Roher Spargel schmeckt ein wenig wie Erbsenschoten. Kräftig im Geschmack mit einer süßen Unternote. Spargelrohkost ist besonders harntreibend und wirkt entwässernd.
Die dünnen Spargelspitzen eigenen sich besonders gut für Schinkenröllchen, Spargel-Lasagne oder Salate.

Zucker oder Salz ins Spargel-Kochwasser geben?
Manche schwören auf Zucker und Salz, andere garen ihren Spargel mit einem Schuss Zitrone. Aber was schmeckt nun am besten? Zucker gibt man dann ins Kochwasser, wenn man befürchten muss, dass der Spargel bitter schmeckt - das war früher häufiger der Fall, der frische, schweizer Spargel enthält aber inzwischen kaum noch Bitterstoffe, so dass Zucker im Kochwasser nicht mehr nötig ist. Es reicht, das Kochwasser zu salzen. Unser Tipp: Geben Sie statt Salz eine Prise Fondor ins Kochwasser!

Wie lange muss man Spargel kochen?
Die Frage, wie lange man Spargel kochen sollte, ist eine ähnliche wie die Frage nach dem aldente bei Spaghetti. Die Kochzeit ist eine Frage des Geschmacks. Manche mögen den Spargel lieber weich, anderen mögen ihn lieber bissfest.
Generell gilt: je dicker der Spargel, desto länger die Kochzeit. Grünspargel hat eine kürzere Garzeit als weißer Spargel. Pauschal kann man sagen: Spargel der Güteklasse I - also die dicken Stangen - brauchen ca. 10 bis 15 Minuten (je nachdem, ob aldente oder nicht). Spargel der Güteklasse II bracht nur ca. 8-10 Minuten. Salatspargel und dünne Stangen brauchen nicht unbedingt geschält zu werden. Schält man den Spargel nicht, kocht er ca. 8-10 Minuten, im geschälten Zustand dagegen nur ca. 5 Minuten.
Grünspargel hat ganz kurze Kochzeiten. Hier wird auch der Kopf sehr schnell matschig. Dicker Grünspargel muss im unteren Drittel geschält werden und kocht dann ca. 6-8 Minuten. Dünner Grünspargel wird nicht geschält und kocht ca. 5 Minuten.
Ob der Spargel gut ist, erkennt man an zwei Faktoren: Man hebt den Spargel z.B. mit einer Gabel aus dem Wasser (nicht reinpiecksen, sondern auf die Gabel legen) und schaut, wie sehr die Stange sich biegt. Je mehr sie sich biegt, desto weicher ist sie. Spargel, der gar ist, hat eine leichte Wölbung. Wenn der Spargel schlaff runterhängt, ist er zu weich geworden.
Die andere Alternative ist wie beim Kartoffel-Kochen. Mit einem spitzen Gegenstand in die Stange piecksen und die Festigkeit des Spargels damit testen.

Muss man Grünspargel schälen?
Nein, Grünspargel muss nicht geschält werden. Lediglich bei dicken Stangen schält man das untere Drittel, das von der Farbe deutlich heller ist. Müssen muss man das ohnehin nicht, denn die Schale ist nicht giftig. Jeder dicker die Stange, desto dicker unten auch die Schale und das kann bitter schmecken.
Dünnen Grünspargel sollten Sie auf keinen Fall schälen. Die wertvollen Inhaltsstoffe liegen direkt unter der Schale und die würden, selbst wenn Sie ganz dünn schälen, verschwinden, was schade wäre.
Auch wenn der Grünspargel nicht geschält ist: die Kochzeit beträgt je nach Dicke nur 5-8 Minuten. Ganz dünne Stangen müssen nur kurz ins kochende Wasser getaucht werden. Grünspargel wird sehr schnell weich.

Mein Spargel hat den ganzen Tag ist Auto gelegen und ist weich geworden - kann ich den noch essen?
Ja, denn er ist nur ausgetrocknet, aber nicht verdorben. Legen Sie die Stangen für einige Minuten komplett in kaltes Wasser. Er verliert dabei zwar etwas von seinem Aroma, ist aber danach wieder wie frisch.
Spargel wird nicht sofort schlecht, wenn er zu warm gelagert wird. Labberige Stangen können Sie auffrischen, indem Sie sie in kaltes Wasser legen. Bei weichem Spargel aus dem Supermarkt sollten Sie allerdings vorsichtshalber die unteren Stangen-Enden prüfen. Sind diese schon braun oder haben gar faulige Stellen, ist dem Spargel auch mit kaltem Wasser nicht mehr zu helfen. Diese braunen Enden müssen Sie sehr großzügig abschneiden.

 

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